Für Kreisliga A fällt der Vorhang
von Andreas WehnerFußball-Kreisliga A: Irfersgrün verabschiedet sich gegen Angstgegner Reumtengrün
Auerbach. Für die Göltzschtal-Kreisliga A fällt am Sonntag, 15 Uhr nach 17 Jahren der Vorhang. In der neuen Saison wird sie als Staffel 1 der Kreisliga Vogtland mit Sicherheit bis zum letzten Spieltag spannend bleiben. Schließlich wird dann um die Qualifikation für die Vogtlandliga und -klasse ab 2011 gespielt.
Am Sonntag geht es dagegen nur noch um die Platzierungen. Kreismeister Irfersgrün nimmt auf heimischem Platz ausgerechnet gegen seinen Angstgegner Reumtengrün Abschied. Nach vier Niederlagen in Folge gegen den VfL will Irfersgrün den Bock umstoßen. Die Zeichen stehen gut: Zum einen ist der Meister Anführer der Heimtabelle, zum anderen blieb Reumtengrün im Frühjahr auswärts blass.
Pokalfinalist 2010 gegen den Sieger von 2009 - so heißt die Konstellation in Wernesgrün: Am 20. Juni will Grün-Weiß den VfB Lengenfeld beerben. Der letztjährige Gewinner hatte in dieser Serie nur ein kurzes Leben, flog in Runde 2 ausgerechnet im Bierdorf (1:3) raus. In Punktspielen fühlte er sich dort aber meist wohl, kassierte bei den bisherigen acht Auftritten nur zwei Pleiten. Auswärts holte Lengenfeld im Frühjahr 12 von 15 Punkten. Starke Heimauftritte bot in dieser Zeit Grün-Weiß. Nur das 2:3 gegen Rodewisch fiel aus dem Rahmen.
Der Tabellenzweite Reichenbacher FC II beschließt gegen Ellefeld seine bisher beste Spielserie. Denn eine Medaille errang er noch nie. Der FSV spielte dem Team aber zweimal übel mit: Erst warf er ihn aus dem Pokal, eine Woche später schlug er ihn um Punkte. Obwohl die Luft raus ist, soll die weiße Heimweste gewahrt werden. Denn der RFC ist als einziger auf eigenem Platz ungeschlagen. Für Ellefeld ist zwischen Platz 8 und 12 noch alles machbar.
Sportfestflair herrscht in Coschütz. Der ganze Verein ist wieder auf den Beinen. Das Kreisligateam möchte gegen Rodewisch die bisher ausgeglichene Heimbilanz (je sechs Siege und Niederlagen) in den positiven Bereich rücken. Nach Platz 12 im Vorjahr gehören die Rodewischer zu den Gewinnern der Saison und peilen einen Teilerfolg an.
Wird Neumark mit 19 Zählern der schlechteste “Drinbleiber” der Kreisliga-Geschichte oder landet das zweitschlechteste Heimteam gegen Netzschkau den fünften Dreier? Platz 7 ist dem TSV Nema, der im Vorjahr fast abgestiegen wäre, aber nicht mehr zu nehmen - das ist die beste Ausbeute seit 15 Jahren!
Der FC Dorfstadt sagt der Kreisliga A nach 78 Spielen (20/21/36) ade. Nach drei Auswärts-Megapleiten (1:26 Tore) wollen sich die 08er bereits morgen in Grünbach mit einem achtbaren Resultat aus dem Oberhaus verabschieden. Die Gastgeber ließen in dieser Serie einige Wünsche offen und peilen einen versöhnlichen Abschluss an.
So stark sich die Heinsdorfer im Herbst präsentierten, so schwach kickten sie im Schlussdrittel. Seit vier Runden (nur ein Remis) wartet die Spielvereinigung auf einen vollen Erfolg. Genau umgekehrt sieht die Kurve der Auerbacher Eintracht aus. Als ihr das Wasser bis zum Hals stand, drehte sie auf: fünf Siege aus sieben Spielen. Die Tagesform wird im Kalten Feld entscheiden. (klm)
Freie Presse vom 11.06.2010