2010 12 März

Fußball-Kreisliga A: Frostwetter gefährdet Frühjahrsrundenauftakt - Fernduell im Abstiegskampf - 300. Heinsdorfer Tor liegt in der Luft

Auerbach. Der Frühjahrsrundenauftakt in der Fußball-Kreisliga A ist durch den anhaltenden Frost und Schnee gefährdet. Dennoch werden sich die Gastgeber jede Mühe geben, Ausfälle zu verhindern. Denn nächstmöglicher Nachholtermin wäre das Osterwochenende.
Die lange Winterpause wirft Fragen auf. Wer kommt am schnellsten wieder in den Rhythmus? Kein großes Eingewöhnen gestattet der Spielplan den Titelanwärtern RFC II und Irfersgrün. Bereits in einer Woche steigt der Gipfel am Wasserturm. Nach “Minuspunkten” liegt Letztgenannter vorn. Irfersgrün steht daheim gegen Sorgenkind Eintracht Auerbach vor einer auf dem Papier leichten Aufgabe. Im Herbst fuhr der BSV aber nur mit Ach und Krach und einem verwandelten Elfer den Sieg ein. Alles andere als drei Punkte wäre für die Elf von Knut Göbel aber eine Enttäuschung. Fünf Heimspiele in Folge gab der BSV keinen Punkt mehr ab. Dagegen verlor Eintracht auf seinen bisherigen sechs Auftritten in der Fremde schon fünfmal
Heimrecht genießt auch der augenblickliche Spitzenreiter RFC II gegen Wernesgrün. Beide haben große Ziele vor Augen. Dafür benötigt der RFC Sieg um Sieg, während Grün-Weiß sich jetzt schon auf das Pokalfinale (am 20. Juni gegen Treuen II) vorbereiten kann. Kaum zu glauben, dass sich die Wernesgrüner noch einmal wie im Hinspiel (0:5) abschlachten lassen. Der RFC wartete in seinen sieben Tests fast nur mit Siegen auf (Ausnahme: 2:2 bei Stahlbau Plauen), beendete die Herbstrunde aber recht holprig. Daheim hat Trainer Ulrich Forner aber als einziger im 14er Feld noch nicht verloren.
Leichtes Aufatmen gibt es im Abstiegskampf. Da derzeit nur einem Kreisvertreter (Werda) in der Bezirksklasse der Abstieg droht, kann bereits der vorletzte Platz in Kreisliga A zum Klassenerhalt reichen. Auf dem rangiert die SpVgg Neumark - mit einem Pünktchen Vorsprung auf Dorfstadt. Im Fernduell legt die SpVgg am Samstag gegen Ellefeld vor, ehe Dorfstadt einen Tag später im Nachbarschaftsderby in Reumtengrün nachlegt. Ellefeld trat schon zweimal in diesem Kalenderjahr in Aktion: 0:0 gegen Coschütz, 0:2 im Pokal gegen Treuen II. In der Meisterschaft scheint der FSV dennoch die Kurve bekommen zu haben. Der vorzeitige Klassenerhalt erscheint nur noch Formsache. Ein Pünktchen beim Vorletzten könnte ein weiterer großer Schritt dorthin sein. Aus dem Gröbsten hat sich Reumtengrün mit zwei Siegen vor der Winterpause befreien können und besitzt auch gegen das Sorgenkind Nummer 1 die besseren Karten, wenngleich Dorfstadt bei seinen letzten beiden Auftritten überraschte: 2:2 beim RFC II, 2:0 in Neumark.
Lässt man die fast dreimonatige Pause einmal außer Acht, dann tragen die abwehrstarken Coschützer (erst 13 Gegentore) im Moment den Titel “Mannschaft der Stunde”: Zehn Punkte aus vier Partien. Das Gegenteil kann man vom VfB Lengenfeld behaupten, der in den letzten sechs Runden vor der Winterpause nur ein einziges Mal volle Punktzahl einfuhr. Auswärts steht Lengenfeld so schlecht wie noch nie da: nur vier Zähler aus sieben Duellen. Einzig die Bilanz (13 Siege sowie je drei Remis und Niederlagen) spricht für Punktzuwachs des VfB.
Der 1. FC Rodewisch will den Schwung des gewonnenen Hallenkreismeistertitels und des jüngsten 4:0-Sieges im Nachholspiel gegen Neumark nach Grünbach mitnehmen und seine Anwartschaft auf Bronze geltend machen. Kontrahent Grünbach braucht aber unbedingt Zählbares. Zwei Überraschungsteams stehen sich in Heinsdorf gegenüber: Der gastgebende Neuling trifft auf Nema Netzschkau, eines der vielen anstehenden Spiele um Bronze. Wer als Erster aus den Reihen der Hausherren trifft, darf sich Schütze des 300. Kreisliga A-Tores (im 171. Spiel) nennen. (klm)